Die richtige Dimensionierung der Wasserquelle ist das Fundament einer zuverlassigen Bewasserungsanlage. Eine zu schwache Quelle bedeutet Druckverlust und tote Zonen, eine uberdimensionierte verschwendet Geld. Dieser Artikel zeigt, wie Sie Ihren Wasseranschluss vermessen und den Bedarf Ihrer Zonen berechnen.

1. Durchfluss messen

Die einfachste Methode ist der Eimer-Test:

  1. Nehmen Sie einen Eimer mit bekanntem Volumen (z.B. 10 Liter)
  2. Offnen Sie den Wasserhahn voll
  3. Stoppen Sie die Fullzeit
  4. Berechnen Sie: Q = V / t × 60

Beispiel: Ein 10-Liter-Eimer fullt sich in 25 Sekunden:

Q = 10 / 25 × 60 = 24 L/min

Wiederholen Sie den Test 3-mal und bilden Sie den Mittelwert. Messen Sie zu Spitzenzeiten (morgens, abends) fur das Worst-Case-Szenario.

2. Druck messen

Schliessen Sie ein Manometer an einen Aussenwasserhahn an. Messen Sie den statischen Druck (Hahn zu) und den dynamischen Druck (Hahn voll offen).

  • Statischer Druck: 3–5 bar
  • Dynamischer Druck: 2–4 bar

Verwenden Sie fur die Planung immer den dynamischen Druck — das ist der tatsachliche Betriebsdruck.

3. Zonenbedarf berechnen

Summieren Sie alle Dusenvolumenstrome einer Zone und addieren Sie 10–15% Sicherheitszuschlag:

Q_Zone = Σ(Q_Dusen) × 1,15

Beispiel: Eine Zone mit 8 Hunter MP3000 (Q = 2,1 L/min je Duse):

Q_Zone = 8 × 2,1 × 1,15 = 19,3 L/min

4. Druckverluste

FaktorVerlust
PE-Rohr 25 mm (30 m, 20 L/min)~0,5 bar
Hohenunterschied0,1 bar pro 1 m Anstieg
Magnetventil~0,15 bar
Formstucke (Boegen, T-Stucke; Generic oder Marke)~0,1–0,2 bar
Typisch gesamt~0,8–1,2 bar

5. Wasserquellen im Vergleich

QuelleDurchflussDruckHinweise
Stadtwasser15–40 L/min2–5 barAm haufigsten, stabil
Brunnen + Pumpe10–60 L/min2–6 barAbhangig von Pumpenkurve
Speichertank20–80 L/min1–4 barDruckerhohungspumpe notig
Regenwasser5–20 L/min1–2 barFilterung + Pumpe notig

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