Jede Saison beginnt mit dem richtigen Start der Bewässerungsanlage. Ohne sorgfältige Inbetriebnahme riskieren Sie Lecks, gebrochene Rohre und ungleichmäßige Bewässerung. Hier eine umfassende 10-Schritte-Checkliste mit Expertentipps.
Wann starten?
Boden 25–30 cm aufgetaut, keine Nachtfröste mehr erwartet — Mitte März bis April. Nachttemperaturen stabil über +3 °C? Dann können Sie beginnen. Prüfen Sie die 10-Tage-Vorhersage — ein unerwarteter Frost kann ein frisch befülltes System zerstören.
1. Vorabinspektion des Geländes
Gehen Sie das gesamte Grundstück sorgfältig ab: Suchen Sie nach angehobenen Regnerköpfen (Zeichen von Frosthebung), gerissenen Ventilkastendeckeln und freiliegenden Rohren durch Bodenerosion. Überprüfen Sie das Controller-Display und die Backup-Batterie. Öffnen Sie Ihr Projekt in SmartPluvia — vergleichen Sie den aktuellen Zustand mit dem Plan der letzten Saison.
2. Filter reinigen
Spülen Sie den Sieb- oder Scheibenfilter unter Druck. Ein verschmutzter Filter senkt den Druck um 0,3–0,5 bar und reduziert die Wurfweite um 15–20 %. Bei Tropfbewässerung ist dies kritisch — jeder zweite Tropfer verstopft.
3. Rückflussverhinderer prüfen
Membranen intakt, Testanschlüsse dicht? Jährlicher Test ist in vielen Regionen gesetzlich vorgeschrieben. Der Rückflussverhinderer schützt das Trinkwasser vor Dünger und Schmutz aus der Bewässerungsanlage.
4. Langsame Druckbeaufschlagung
Öffnen Sie das Hauptventil LANGSAM — eine Viertelumdrehung pro Minute. Abruptes Öffnen erzeugt Wasserschlag, der Verbindungen aufsprengen und Ventile beschädigen kann. Hören Sie auf Zischgeräusche — sie weisen auf Lecks hin. Lassen Sie das System 10 Minuten unter Druck und prüfen Sie das Manometer: sinkt der Druck, gibt es ein Leck.
5. Zonenweise testen
Lassen Sie jede Zone 3–5 Minuten laufen. Für jede Zone prüfen: alle Köpfe fahren vollständig aus, das Sprühbild zeigt den korrekten Bogen und Radius, keine Geysire (gebrochener Kopf), keine versunkenen Köpfe (Sandeinbruch). Markieren Sie Probleme auf dem Zonenplan.
6. Lecks suchen
Nasse Stellen = unterirdisches Leck. Geysir = gebrochener Kopf. 1 l/min Leck = 1.440 l/Tag = 200+ € pro Saison verschwendet. Prüfen Sie Rohrverbindungen, Knie und T-Stücke — dies sind die häufigsten Leckstellen nach dem Winter.
7. Kopf-Reinigung und -Einstellung
Ziehen Sie den Kopf hoch, schrauben Sie die Düse ab und spülen Sie das Filtersieb unter Wasser ab. Schmutz und Sand aus Wintereinwirkung verstopfen die Öffnungen. Justieren Sie Bogen und Radius nach — nach dem Winter verschieben sie sich oft. Halten Sie Ersatz-Hunter PGP oder Rain Bird 5004 für schnellen Austausch bereit.
8. Auffangtest (Catch Cup)
Stellen Sie 6–8 gleiche Behälter gleichmäßig in der Zone auf und lassen Sie 15 Minuten laufen. Der Unterschied darf max. 30 % betragen (DU > 0,70). Ein schlechteres Ergebnis bedeutet: Düsen einstellen oder austauschen.
9. Controller programmieren
Stellen Sie den Seasonal Adjust auf 70–80 % für den Frühling (im Sommer auf 100 % erhöhen). Programmieren Sie die Startzeit: 4:00–6:00 Uhr morgens ist ideal — weniger Wind, weniger Verdunstung, der Rasen trocknet vor Einbruch der Nacht (Pilzprävention). Frühlingsplan: 2–3×/Woche, 15–20 min/Zone. Aktivieren Sie den Regensensor.
10. Regensensor einrichten
Batterie prüfen, Scheiben reinigen, Schwelle auf 6–12 mm einstellen. Spart bis zu 35 % Wasser pro Saison. Prüfen Sie die Kabelverbindung zum Controller — Nagetiere beschädigen im Winter oft die Drähte.
Überprüfen Sie Ihr Design im SmartPluvia-Planer vor dem Feldeinsatz. Exportieren Sie eine PDF-Zonen-Checkliste zum Mitnehmen bei der Inspektion. Für Tropfbewässerung empfehlen wir Netafim — den Weltmarktführer aus Israel (seit 1965). Standard Generic PE/PVC-Rohre und Fittings sind eine günstige Option für die meisten Systeme.