Eine sorgfältige Überwinterung Ihres Bewässerungssystems ist der Unterschied zwischen einem reibungslosen Frühjahrsstart und teuren Reparaturen an gerissenen Bewässerungsrohren und Ventilen. Bleibt Wasser im System und gefriert, dehnt sich Eis um 9 % aus und zerstört selbst die robustesten Fittinge. Beginnen Sie die Vorbereitung 1–2 Wochen vor dem ersten erwarteten Frost.
Schritt 1: Wasserzufuhr absperren
Lokalisieren Sie das Hauptventil Ihres Bewässerungssystems und schließen Sie es vollständig. Wenn Sie über einen separaten Bewässerungszähler verfügen, sperren Sie auch diesen ab. Stellen Sie sicher, dass der Rückflussverhinderer druckfrei vom System getrennt ist.
Schritt 2: Hauptleitung entleeren
Öffnen Sie alle manuellen Ablassventile (z. B. Generic Universal-Ablassventile ¾" oder 1") an den tiefsten Punkten des Systems. Verfügt Ihr System über automatische Ablassventile, aktivieren Sie jede Zone für 1–2 Minuten über den smarten Controller, damit der Druck abfällt und die Ventile öffnen.
Schritt 3: Ausblasen mit Kompressor
Dies ist der kritischste Schritt. Schließen Sie einen Druckluftkompressor am Ausblasanschluss an (üblicherweise hinter dem Rückflussverhinderer).
Kritische Parameter
- Druck: maximal 50 PSI (3,5 bar) für Polyethylen-Rohre
- 80 PSI (5,5 bar) ist die absolute Obergrenze für den Rohrtypen-Ratgeber — NIEMALS überschreiten
- Volumen: 80–100 CFM — ausreichend für die meisten Hausanlagen
- Verwenden Sie einen Druckminderer am Kompressor für eine präzise Steuerung
Reihenfolge der Zonen-Ausblasung
- Beginnen Sie mit der entferntesten Zone vom Kompressor — der Zone mit der längsten Rohrleitung
- Öffnen Sie die Zone über den Controller und blasen Sie für 2–3 Minuten Luft ein
- Beobachten Sie die Sprinklerköpfe: zuerst spritzt Wasser, dann Nebel, dann trockene Luft
- Sobald nur noch Luft austritt, ist die Zone frei — wechseln Sie zur nächsten
- Arbeiten Sie von fern nach nah: Zone 6 → 5 → 4 → 3 → 2 → 1
- Wiederholen Sie jede Zone zweimal für höhere Zuverlässigkeit
Achtung: Pressen Sie niemals Luft in ein geschlossenes System ohne geöffnete Zone — dies kann eine Leitung oder ein Ventil zum Bersten bringen. Lesen Sie auch unseren Frühjahrsstart-Leitfaden.
Schritt 4: Oberirdische Komponenten isolieren
- Rückflussverhinderer — mit Isolierband oder einer speziellen Schutzhülle umwickeln
- Ventilschächte — Hohlräume mit Styropor oder trockenem Laub füllen
- Hauptventil — Leitung und Ventil vor Frost schützen
Schritt 5: Controller und Sensoren
Stellen Sie den Controller auf «Rain» oder «Off», schalten Sie aber den Strom nicht ab — so bleibt das Bewässerungsprogramm erhalten. Trennen Sie Regen- und Bodenfeuchtesensoren ab, falls sie nicht frostbeständig sind.
Überwinterung von Netafim-Tropfleitungen
Netafim-Tropfleitungen erfordern ein behutsames Ausblasen — maximaler Druck 2 bar (30 PSI). Eine Überschreitung kann die Tropfer beschädigen. Blasen Sie jede Tropfleitung einzeln für 1–2 Minuten bei niedrigem Druck aus. Verfügt Ihr System sowohl über Sprüh- als auch Tropfzonen, blasen Sie die Tropfleitungen stets zuletzt aus, nachdem Sie den Kompressordruck reduziert haben.
Wie SmartPluvia hilft
Öffnen Sie Ihren Projektplan in SmartPluvia — die Zonenkarte zeigt die Ausblasreihenfolge von der entferntesten zur nächsten Zone. Exportieren Sie ein PDF mit der Zonenliste und übergeben Sie es Ihrem Team oder speichern Sie es als Checkliste für das nächste Jahr.